Was mich beschäftigt...

Dieses Jahr...

…habe ich es leider nur einmal geschafft, ein Konzert auf dem Bochum Total Festival zu fotografieren.
Meine Wahl ist dabei auf Alice Francis gefallen. Die Neoswing Band war am Eröffnungstag der Headliner auf der 1Live Bühne.

Die sympatische Sängerin hatte eine tolle Bühnenpräsenz und wirbelte trotz Verletzung am Fußgelenk und ärztlichen Tanzverbot über die Bühne und verbereitete zusammen mit der Band gute Laune im Publikum.

Genauso großen Spaß hatte ich auch beim Fotografieren, zumal ich sehr nah an die Bühne kam. Das hilft natürlich sehr und erhöht die Quote der gelungenen Bilder. Mir gefallen sie. Und nicht nur mir ;-).

ALICE FRANCIS - BOCHUM TOTAL 2019

Ein grauer Sonntag...

…ist doch die Gelegenheit, den leeren Kaufland-Parkplatz noch einmal aufzusuchen und zu sehen, wie die Fotos wirken, wenn das Wetter ebenso trist ist, wie der leere Parkplatz.

Wie erwartet war auch diesmal fast niemand anzutreffen, außer den wenigen Menschen, die an der dortigen Packstation ihre Pakete abholten. Der einzige andere, der ein paar Sekunden Notiz von mir nahm, war ein Wachmann vom zuständigen Sicherheitsdienst. Er hielt mit seinem Wagen ein paar Meter von mir entfernt und überlegte wahrscheinlich, ob er mich fragen soll, was ich dort treibe. Er tat es nicht. Der Typ, der Einkaufswagen auf einem Parkplatz an einem Sonntag fotografiert, machte doch einen zu harmlosen Eindruck, als das sich eine Nachfrage lohnte.

Einige Motive habe ich bewusst ähnlich zu denen meines ersten Besuchs gehalten und auch diesmal mag ich diese Form von Ästhetik, die dieser wirklich unspektakuläre Ort hat.
Im Vergleich sind die Bilder natürlich etwas finsterer und deutlich farbloser, aber auch noch nicht auch noch nicht so trostlos, wie ich es erwartet hatte.
Vielleicht war das Wetter noch noch nicht trist genug. Ich muss wohl nochmal bei richtig fiesem Regenwetter hin, oder bei Schneematsch. Das könnte auch gehen. Fortsetzung folgt.


Smartphones sind der Tot...

...der digitalen Kompaktkameras. Die Verkaufszahlen bei den digitalen Kompaktkameras sind in den letzten Jahren immer weiter gesunken und der entscheidende Grund ist sicher, das beinahe jeder den ganzen Tag eine brauchbare Kamera mit sich herum trägt. Und diese sind mit jeder neuen Generation der Smartphones immer leistungsfähiger geworden.

Trotzdem haben Kompaktkameras noch immer ihre Daseinsberechtigung, zumindest wenn es sich um solche mit vergleichsweise großen Sensoren handelt. Ich habe in den letzten Jahren auf Konzerten gerne die Nikon P7000 benutzt (Ein rauschendes Konzert). Diese hatte einen nicht besonders großen Sensor, so dass ISO 1600 so gerade eben noch nutzbar war. Allerdings litten auch hier die Farben schon beträchtlich. Die Umwandlung nach Schwarz-Weiss war deshalb oft obligatorisch (Simple Minds).

Ein weiteres Problem beim Fotografieren war der Autofokus, der bei schlechtem Licht nur mäßig funktionierte. So verpasst man etliche Gelegenheiten, weil die Kamera gar nicht fokussierte, oder daneben lag.

Ich habe bei meinen Kompaktkameras immer Wert darauf gelegt, dass sie einen Sucher haben. Der optische Sucher der P7000 ist leider winzig und man hat irgendwie das Gefühl, durch ein Schlüsselloch zu blicken.

Die P7000 ist mittlerweile eben ein bisschen in die Jahre gekommen, also musste etwas moderneres her. Für meinen Einsatzzweck sollte sie drei Kriterien auf jeden Fall erfüllen.

  1. Ein 1-Zoll-Sensor sollte es schon sein, um auch bei höheren ISO Werten eine möglichst gute Bildqualität zu liefern.
  2. Mindestens 200mm Brennweite
  3. Ein Sucher

Außerdem sollten sich die Kosten noch einigermaßen im Rahmen halten.

Bei diesen Kriterien wird das Angebot schon recht dünn. Die verschiedenen RX100 Kameras von Sony bekommen zwar immer durchweg gute Kritiken, waren aber zu teuer und konnten auch nicht die gewünschte Brennweite liefern. Irgendwann bin ich dann bei der Panasonic TZ-101 hängen geblieben. 

1-Zoll-Sensor, 250mm am langen Ende und ein Sucher. Bei den 250mm Brennweite muss man natürlich einen Kompromiss bei der Lichtstärke eingehen. Im Vergleich ist die Bildqualität deutlich besser, der Bildstabilisator ist effektiver und der zwar kleine, aber trotzdem sehr brauchbare elektronische Sucher hilft ungemein. Der Autofokus ist erheblich schneller und viel treffsicherer. Das Rauschverhalten ist deutlich besser als bei der P7000 und auch die Farben leiden bei höheren ISO-Werten nicht so stark.

Das Touch-Display ist ein bisschen Fluch und Segen zugleich. Es hilft sehr bei der Anwahl der Fokuspunkte, denn dass funktioniert auch sehr gut wenn ich das Auge am Sucher habe. Aber es passiert mir auch ab und an, das ich den Fokuspunkt mit dem rechten Daumen oder der Nase (mein linkes Auge ist das dominante Auge) unbeabsichtigt verschiebe. Das ist aber kein Problem, dass sich nicht mit ein bisschen Gewöhnung und Übung mit der Kamera beheben lässt.

Alles in allem ist die Kamera für diesen Anwendungsbereich jedem noch so guten Smartphone deutlich überlegen, allein schon wegen der besseren Ergebnisse bei schlechtem Licht und der digitale Zoom des Smartphones kann den optischen Zoom eines Objektivs eben nicht ohne Qualitätsverlust ersetzen. 
 

James Blunt

In Extremo

Wieder einmal...

...habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, bei Bochum Total ein paar Konzerte zu Fotografieren und mir dabei neben mir bekannten Bands auch Newcomer - zumindest waren sie das für mich - anzusehen und natürlich auch anzuhören.

MIA und Escape With Romeo kannte ich schon, hatte ich aber noch nie live gesehen. Brett und Tim Kamrad waren mir dagegen noch nicht bekannt und konnten durchaus überzeugen, auch wenn ich sicher nicht bei allen zur Zielgruppe gehöre. ;-)

Ich hatte jedenfalls meinen Spaß und bin auch mit den Fotos, die ich gemacht habe sehr zufrieden. Hier ist eine Auswahl meiner Favoriten.

MIA

 

Escape With Romeo

 

Brett

 

Tim Kamrad

Es gibt eine Menge Orte...

...an denen von Montag bis Samstag reges Treiben herrscht, es bisweilen sogar hektisch wird, wenn um den letzten Parkplatz gekämpft wird und man schon wieder keine Euro-Münze im Portemonnaie hat, der Einkaufwagen aber nichts anderes akzeptieren will, um von seinen Ketten befreit zu werden. Stress!  

Im Gegensatz dazu herrscht dort am Sonntag in der Regel gähnende Leere. Stressig wirkt das nicht, eher unglaublich langweilig. Oder ist es vielleicht doch nicht so langweilig? Auf den ersten Blick scheint dieser Ort zu dieser Zeit nicht besonders attraktiv zu sein, aber ähnlich wie die beinahe menschenleere Universität am Wochenende, finde ich auch hier gerade diese Leere besonders reizvoll. Es finden sich mehr Motive und Perspektiven als man glaubt.

OK. Ich gebe es zu, dass dies eine sehr subjektive Wahrnehmung ist und sich der ein oder andere fragt, was an dem Foto eines leeren Parkplatzes denn so interessant sein soll. So ganz genau kann ich es auch nicht selbst nicht erklären, aber Orte wie dieser Parkplatz oder die Universität am Sonntag wirken so unwirklich, weil man sie im Gedanken doch immer mit Trubel, Geräuschen, Gewusel und Hektik verbindet. Ist das nachvollziehbar?

Diesmal herrschte strahlender Sonnenschein und ich finde, das stellt einen prima Kontrast zu dem trostlosen Inhalt der Szenerie dar. Interessant wäre es auch zu sehen, wie sich die Stimmung ändert, wenn die auch noch trostloses, graues Wetter herrscht. Diesen Gedanken werde ich bei Gelegenheit in die Tat umsetzen und die Bilder später einmal gegenüber stellen. 
 

Endlich habe ich...

den Magnolien-Baum im Wiesental zu richtigen Zeit besucht. In der Vergangenheit war ich immer ein paar Tage zu spät dran, wenn der Baum einen großen Teil der Blüten schon abgeworfen hatte. Dieses mal nicht. Dieses mal waren nicht einmal alle Blüten aufgegangen. Das fand ich besonders reizvoll.

Die digitale Kamera hatte ich eigentlich nur als "Zweit-Kamera" dabei, was sich aber als glücklicher Umstand entpuppte. Die schwarz-weiß Fotos, die ich mit der Mamiya RB67 gemacht hatte, konnten mich im Nachhinein nicht überzeugen. Mit der DSLR musste ich schon alleine wegen der tollen Farben der Blüten ein paar Fotos machen. Auch hier waren die Fotos mit dem Baum in der Totalen irgendwie langweilig, aber die Detailaufnahmen bei Offenblende gefallen mir sehr. 

Ein Plan B kann nie schaden. :-)

 

Alice Merton...

...war eine der beiden Sängerinnen/Bands, die ich mir dieses Jahr beim Bochum Total Festival angesehen  hatte. Schon im Sommer wurde ihr aktueller Hit "No Roots" im Radio rauf und runter gespielt und dementsprechend groß war die Anziehungskraft für das Publikum. Die Stimmung war super und hatte schon beim Soundcheck einen ersten Höhepunkt, als Alice das erste mal auf die Bühne kam und ihren Hit anspielte.
Insgesamt machte Alice Merton sowohl musikalisch (auch wenn das Repertoire an Songs noch nicht so groß ist) als auch menschlich eine sehr gute Figur. Sehr sympatisch waren auch die kleinen Anekdoten zwischen den einzelnen Stücken, die sie zu Anfang in ihrer Muttersprache Englisch und später auf Deutsch erzählte. Das der Song auch international so erfolgreich wird, hat sie wohl zu der Zeit selbst noch nicht erwartet.

Die zweite, mir bis dahin unbekannte Band, war die dänische   Synth-Rock-/Elektropop Band "Carkpark North". Frontmann Lau Højen kann man bedenkenlos als die oft zitierte Rampensau bezeichnen, dem es im Handumdrehen gelang, das Publikum mitzureißen. In Dänemark ist die Band schon sehr erfolgreich und ich kann mir gut vorstellen, dass auch in Deutschland die Fangemeinde weiter wächst.

Neben der Musik war für mich die Tatsache, dass man auch als nicht akkreditierter Fotograf beim Bochum Total Festival die Möglichkeit hat, relativ nahe an die Bühne zu kommen, wieder ein Pluspunkt dieses Festivals. Ich hatte auch dieses Jahr keine Probleme mit der Security oder anderen Zuschauern. Ich bemühe mich aber natürlich auch, keinen im Weg zu stehen oder mit der Kamera von den Kopf zu hauen. Ich habe das auch bei keinem der anderen anwesenden Hobbyfotografen beobachtet und davon waren eine ganze Menge vorhanden. Solange man sich gegenseitig respektiert, ist das auch alles kein Problem.

Alice Merton

Carpark North

Langzeitbelichtungen...

...in der Landschafts- und Architekturfotografie mag ich im allgemeinen sehr gerne und deshalb habe ich auch viel Spaß dabei, selbst von Zeit zu Zeit dieses Stilmittel zu benutzen. Dafür habe ich schon von ein paar Jahren die ersten ND-Filter angeschafft und dazu noch ein paar graduierte ND-Filter und natürlich auch den einen Pol-Filter. Im Laufer der Zeit hat sich dabei ein bunt gemischter Zoo von Filtern angesammelt. Als erstes ein Cokin Steckfilter System, dann Schraubfilter und mit dem Nikon 14-24 musste auch ein Steckfiltersystem mit passendem Adapter her. Und das war dann irgendwie zu einem "Problem" geworden, denn ich habe die Filter nur noch selten mitgenommen. Also reifte mit der Zeit der Gedanke, auf ein neues Filtersystem umzusteigen, dass ich mit allen Objektiven gleichermaßen benutzen kann und vielleicht auch etwas kompakter ist, als mein Filtersystem für das 14-24. Nach einigen Recherchen bin ich dann beim Filterhalter-System der Firma Haida gelandet, und auch zwei der neuen Filter sind aus gleichem Hause. Zum einen ein 10-Stop ND Filter und ein Polfilter. Später kamen dann noch drei graduierte Filter der Firma Rollei hinzu. Diese sind zwar nicht aus der neuen Mark 2 Serie, aber nach meiner ersten Erfahrungen auch sehr guten aus der ersten Serie. Dafür waren sie aber auch ein echtes Schnäppchen, zumindest im Vergleich zu den üblichen Preisen.

Bei der ersten Tests mit dem 10-Stop Filter habe ich erfreulicherweise festgestellt, dass der ziemlich Farbneutral ist. Meine beiden alten hatten entweder einen deutlichen magenta bzw. blauen Farbstich. Neben der Vereinfachung, die die Reduzierung auf ein einiges Filtersystem mit sich bringt, ist das allein für mich schon ein riesiger Vorteil.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Umstieg und werde in Zukunft sicher wieder öfter auf Filter zurückgreifen.

 

 

Ein starkes Konzert...

...und der Kampf mit der Technik. Auch in diesem Jahr waren wir bei einem Konzert auf dem Zeltfestival Ruhr. Und es war wieder Silbermond. Silbermond? Ja! Mir gefällt die Musik, die Texte sind gut und sie sind meiner Meinung nach nicht die Kuschelband, für die sie manche aufgrund der Erfolge mit ihren Balladen halten. Na klar, Hard Rock ist anders, aber trotzdem rocken die 4 aus Bautzen mächtig das Zelt und liefern eine grossartige Show ab.
Wenn möglich nehme ich zu solchen Gelegenheiten meine Kompaktkamera mit, um ein paar Fotos zu schießen und es kommt auch das ein oder andere brauchbare Foto dabei raus. Klar, die von mir genutzte P7000 rauscht, aber wie ich schon mehrfach geschrieben habe (hier, hier und hier), finde ich nicht, dass die Bilder damit unbrauchbar werden, auch wenn ich natürlich auch weiniger Rauschen begrüssen würde. Die Umwandlung in Schwarz-Weiss hilft natürlich oft, denn die Farben leiden bei der hohen Empfindlichkeit auch ziemlich. Diesmal hatte ich aber auch öfter das Problem, dass die Kamera nicht fokussieren konnte, obwohl ich meistens dachte, dass das Licht dafür ausreichend sein müsste. Das war schon ein ärgerlich, weil ich da sicher ein paar gute Bilder verpasst habe.

Irgendwann muss dann doch mal ein neues Modell her, ab besten mit einem lichtstärkeren Objektiv, einigermassen langer Brennweite, gutem Rauschverhalten bis mindestens 3200 ISO, Sucher(!!!) und die Kamera muss den Weg vorbei an der Einlasskontrolle finden. Es gibt ja hier und da die seltsame Regel, das Wechselobjektive nicht erlaubt sind, egal wie gross, oder besser klein die Kamera ist. Bis ich mal etwas passendes gefunden habe, bei dem auch der Preis nicht exorbitant hoch ist, wird die P7000 aber sicher noch öfter zum Einsatz kommen.

 

 

 

Eine ganze Weile...

...habe ich mich nach einem 35mm Objektiv für die Leica M4-2 umgesehen und nun in einem Voigtländer 35mm Ultron 1.7 mein 35er gefunden. Und auch wenn ich erst einen Film damit belichtet habe, kann ich schon sagen, dass ich begeistert bin.
Es fühlt sich an der Leica einfach klasse an und mit der Brennweite fühle ich mich auf Anhieb wohl. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mit der Fuji X100s und ihrem Kleinbild Äquivalent von ca. 35mm schon einge Erfahrungen sammeln konnte.
Ganz nebenbei kristallisiert sich langsam auch mein Lieblingsfilm heraus. Der Agfa APX 100 gefällt mir unheimlich gut.

Der Fotowalk #5...

...der Facebook Gruppe Bochum in Bildern hat mir wieder richtig viel Spaß gemacht und auch von anderen Teilnehmern gab es durchweg positives Feedback. Diesmal hatten wir und Bochum Hofstede - die Speckschweiz - als Ziel unseres Walks ausgesucht. Zwischen 11 und 15 Uhr zogen wir bei großer Hitze und Licht, das kaum greller sein konnte, durch die Strassen und hielten nach Motiven Ausschau.

Ein wirklich schöner Effekt so eines Walks ist, das man zumindest einige Mitglieder der Gruppe  kennen lernt und sich über das gemeinsame Hobby persönlich austauschen kann.

Aber auch nach dem Walk geht es interessant weiter, nämlich wenn die entstandenen Fotos in einen gemeinsamen Ordner hochgeladen werden. Es macht jedesmal Spaß zu sehen, wie unterschiedlich, manchmal aber auch ähnlich gleiche Motive interpretiert werden, aber auch welche Motive die anderen gesehen haben, die man selbst nicht wahrgenommen hat.

Wer sich die Ergebnisse mal anschauen will, findet die Sammlung der Fotos hier.

Einer noch jungen Tradition folgend, haben wir den Walk mit einem kalten Getränk und/oder einem Eis ausklingen lassen.

Nachdem zwischen dem 4. und 5. Walk doch eine relativ lange Zeit gelegen hat, wollen wir und diesmal schon früher wieder Treffen. Der BoinBi Fotowalk #6 ist schon in Planung.

Hier ist eine Auswahl meiner Fotos.

Architektur...

kann bisweilen sehr polarisieren. Für das Exzenterhaus in Bochum trifft das auf jeden Fall zu. Die einen lieben es und die anderen hassen es. Auf den ersten Blick fehlt solchen Gebäuden vielleicht die Seele, weil sie so technisch wirken. Mir gefallen sie trotzdem gut und ich fotografiere sie auch sehr gerne. Das Neue Gymnasium in Bochum fällt wahrscheinlich in die gleiche Kategorie. Auch wenn ich nicht annähernd so viele Kommentare zum Gymnasium gelesen habe wie zum Exzenterhaus, bin ich mir sicher, dass es auch hier viele Kritiker gibt. Mir gefällt es aber sehr gut. Ich finde, es hebt sich sehr positiv von vielen Schulgebäuden ab, die von Beton dominiert werden. Fotografisch finde ich es sehr reizvoll. Gerade bei Fassaden mit viel Glas mag ich Langzeitbelichtungen sehr, wenn ein Himmel mit Wolken und genug Wind dazu kommt. Der Kontrast zwischen der harten und klaren Fassade zu den weichen Strukturen des Himmels fasziniert mich.
Gestern war es sehr windig und der Himmel voller Wolken. Also genau die passende Konstellation, um die Art von Fotos zu machen, die mir so gut gefallen.

Dabei kam auch wieder der HiTech 10 Stop Filter zum Einsatz. Diesmal habe ich die Fotos nicht in Schwarz-Weiss umgewandelt, weil mir die Farben wirklich gut gefallen. Auch den heftigen Blaustich, den dieser Filter erzeugt, habe ich kaum korrigiert. Ich fand den diesmal einfach sehr passend.

Zum zweiten mal...

...fand am letzten Wochenende der Steampunk Jahrmarkt in der Bochumer Jahrhunderthalle statt. Wegen des großen Erfolges im letzten Jahr wurde der Steampunk Jahrmarkt zeitlich ausgedehnt, so dass er schon um 10Uhr startete und erst um 01:00 endete. Außerdem war die Zahl der Händler erheblich größer als im letzten Jahr. Leider waren dafür die Stände der Aussteller, die ihre (unverkäuflichen) Kreationen präsentieren so gut wie nicht mehr vorhanden. Schade, denn ich finde, dass macht einen wesentlichen Aspekt der Szene aus.
Das Rahmenprogramm war ebenfalls deutlich ausgebaut worden. Von Lesungen bis zum Konzert der italienischen Band Poison Garden wurde einiges geboten. All dem ist wohl auch der deutlich gestiegene Eintrittspreis geschuldet. 22,50€ waren an der Abendkasse für Erwachsene fällig.  

Die Atmosphäre fand ich wie im letzten Jahr aber wieder klasse. Einen Großteil haben natürlich wieder die fantastischen Outfits vieler Besucher beigetragen. 

Hier sind noch ein paar Impressionen in Bildern.


 

Poison Garden...

...heißt die italienische Neo Steampunk Band um die Frontfrau und Bassistin Anais Noir, die im Rahmen des 2. Steampunk Jahrmarktes in der Bochumer Jahrhunderthalle zu vorgerückter Stunde auftraten. Neo Steampunk konnte ich jetzt nicht wirklich definieren und hatte zugegebener Maßen vorher noch nie etwas von der Band gehört. Wie es aber auch auf der Website der Band nachzulesen ist, handelt es sich bei deren Musik um Rock/Metal mit Steampunk Einflüssen, was sich auch im Outfit und der Bühnenshow ausdrückt. Die Band wusste mit dem mit viel Dynamik und Power vorgetragenen Set durchaus zu überzeugen. Das Publikum war jedenfalls voll dabei. Schade, dass der Gig nur relativ kurz war und ein paar mehr Zuschauer und Zuhörer hätte die Band auch verdient gehabt.

Die Gelegenheit  ein paar Fotos zu schiessen konnte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen.


Wege und Bäume...

...die ich schon oft gegangen bin und schon oft gesehen habe,  und dennoch finde ich immer wieder Motive, die mir gefallen. Ein bisschen Tristesse durch die (beinahe) menschenleere Szene, dass ist die Idee. Fast immer aus einer niedrigen Perspektive, geringer Schärfentiefe und eine mal mehr, mal weniger betonte Vignettierung. Ich mag diesen Look sehr. Einen großen Beitrag leistet dabei das 85er 1.8 AF-D Objektiv. Obwohl es für heutige Maßstäbe einige technische Schwächen hat, benutze ich es sehr gerne. Gerade die starke Vignettierung bei Offenblende macht für mich einen großen Teil des Charakters des Objektivs aus. Auf die teilweise wirklich heftigen chromatischen Abberationen könnte ich dagegen gut verzichten. Zum Glück lassen diese sich nachträglich gut entfernen.

Zum Schluss habe ich noch ein bisschen mit der Brenizer Methode gespielt. Ihre Stärken kann diese Methode bei diesem Motiv sicher nicht ausspielen, aber es war eine gute Möglichkeit eine weitwinklige Aufnahme mit dem 85er Objektiv zu erstellen. Außerdem hat es Spaß gemacht. ;-)


Selten...

...habe ich mich so über einen Kommentar unter einem meiner Fotos gefreut, wie über den folgenden, den Stephan Bolle hinterließ.

Ich stieg empor, in einem Meer aus Beton, nur um zu zeigen, was eine Kraft, meine Mutter mir gegeben hat....
(Stephan Bolle)

Man sagt ja im Allgemeinen, ein Bild oder Foto soll für sich selbst sprechen, aber Stephans Text verleiht dem Ganzen noch eine ganz neue Dimension. Toll!


Der historische Jahrmarkt...

...der seit einigen Jahren in der Jahrhunderthalle in Bochum stattfindet, hatte dieses Jahr ein weiteres Highlight zu bieten - den Steampunk Jahrmarkt. Die Exponate der vielen Aussteller waren wirklich faszinierend und man konnte ihnen in jedem Detail ansehen, wieviel Mühe und Herzblut die Erbauer hineingesteckt haben. Das gleiche gilt für die Kleidung der Besucher. Einfach unglaublich! Ich war wirklich überrascht, wie viele in wunderschönen, phantasievollen Outfits erschienen sind. Das ganze trug zu einer tollen Stimmung bei, die vorher noch nicht auf dem historischer Jahrmarkt erlebt hatte. Aufgrund des großen Erfolgs der Varanstaltung darf man hoffen, dass diese nicht nur wiederholt wird, sondern noch ausgedehnt wird. Beim nächsten mal bin ich auf jeden Fall wieder dabei.

Impressionen:


Der Westpark...

...in Bochum zieht mich immer wieder an. Es passiert mir oft, dass ich am Ende doch noch mal dem Westpark einen Besuch abstatte, wenn ich eine Foto-Runde in Bochum drehe. Auch neulich war das wieder so. Erst ein paar Runden um das Bergbaumusum gedreht und - na klar - dessen Förderturm fotografiert und ein paar mir noch unbekannte Wege gegangen und dann nochmal schnell zum Westpark und ein den herrlich kitschigen Sonnenuntergang bestaunt. Wie schön sind doch diese Klischees. Schrebergärten und Bergbau, von Grönemeyer besungen. Ich mag das. Man mag zustimmen, eine Schönheit ist Bochum vielleicht nicht, aber ich fühle mich hier sauwohl. Und es gibt noch soviel zu entdecken.


Paradox der Hässlichkeit

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Moderne Universitäten sind oft reine Zweckbauten, kühl, nüchtern, hässlich. Die Uni Bochum ist da keine Ausnahme. Die triste Betonburg ist nicht gerade eine Sinnbild der Ästhetik und der abgelebte Zustand vieler Gebäude tut sein übriges.Und trotzdem, oder gerade deswegen, finden sich interessante Motive, die von der Tristheit der Architektur leben. Sonntags, wenn sich nur wenige Menschen dort aufhalten, wo sonst Massen von Studenten die Szene bevölkern, verstärkt sich dieser Eindruck um ein vielfaches. Ich musste bei der Leere unwillkürlich an Endzeit-Filme und Serien wie "I am Legend" oder "The Walking Dead" denken.

Ausstellung: Bochum in Bildern

Die Facebook Gruppe Bochum in Bildern hat ihre eigene Ausstellung, und ich habe die Freude, Teil davon zu sein!Vielen Dank an Tom Thrasher, der uns in seiner Gallerie Sold Out Gallery das Forum dafür bietet. Ich und die anderen 7 austellenden Fotografen würden uns freuen, wenn ihr vorbei schaut. Die Eröffnung ist am 2.5.2014 um 19:00 Uhr.